MOVE - Jugendolympiade

„Europäische Jugendolympiade für interkulturelle Offenheit, Toleranz und Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt“

Der Transnationale Wissens- und Erfahrungsaustausch wird im Kooperationsverbund zwischen der WEQUA GmbH als Antragsteller und der EEPL GmbH als Kooperationspartner realisiert.

Projektlaufzeit: 01.08.2012 bis 31.12.2014

 

Das Projekt ist in 2 Phasen unterteilt. Bis 2013 ist das zentrale Thema die Vorbereitung von Jugendlichen in Brandenburg auf die Herausforderungen und wachsenden Mobilitätsanforderungen des europäischen Arbeitsmarktes. Dies beginnt bei der Berufsfindung/beruflichen Frühorientierung, über die berufliche Ausbildung, bis hin zum Übergang in den Arbeitsmarkt. Umgesetzt wird es durch die Organisation zweier Europäischer Jugendolympiaden für interkulturelle Offenheit und Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt mit dem übergeordneten Ziel, Strukturen der Ausbildung in verschiedenen europäischen Ländern zu vergleichen und ein Lehrkonzept zur Vermittlung arbeitsmarktrelevanter interkultureller Kompetenzen zu erarbeiten. Zentrales Element sind hier die drei 5-tägigen Olympischen Dörfer, die 2012 und 2013 die im Bundesland Brandenburg in den Landkreisen EE und OSL stattfinden. Die Grundlage des Projektes ist eine Partnerschaft – als Olympisches Komitee - aus 12 europäischen Ländern.

Unsere Projektpartner im Ausland:

  • Italien, FORIM - Formazione e Promozione per le Imprese Azienda Speciale, Camera di Commercio Industria Artigianato e Agricoltura di Potenza CCIAA
  • Portugal, AEVA – Escola Profissional de Aveiro
  • Rumänien, Colegiul Tehnic Energetic, Cluj Napoca
  • Polen, Stadtverwaltung Krosno
  • Tschechien, SPSOS, Soukromá podřipská střední odborná škola a střední odborné učiliště o.p.s
  • Schweden, Slottegymnasiet, Ljusdals Kommun
  • Niederlande, Stichting Surplus, Enschede
  • Griechenland, Gerakas Art High School, Athen und General Lyceum of Lavrio
  • Ungarn, Samuel Szentannai Grammar and Vocational School, Karcag
  • Österreich, BFI - Berufsförderungsinstitut Oberösterreich
  • Türkei, Osmancik National Education Directorship

Während der Durchführung des Projektes hat das Thema Mobilität von Auszubildenden für brandenburger Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewonnen, vor allem in Bezug auf die Frage der langfristigen Fachkräftegewinnung, sowie der Bewältigung des demographischen Wandels und der noch immer spürbaren Abwanderungstendenzen junger Menschen. Hier knüpft die zweite Phase (ab 2014) des Olympiade – Projektes an. So sollen die internationalen Partnerschaften die Chance bieten, gezielter nach jungen Menschen aus anderen Ländern zu suchen und den Eingliederungsprozess besser vorzubereiten und zu begleiten. Wir möchten einen Beitrag leisten einerseits die Bedürfnisse der Unternehmen in Bezug auf die Ausbildung junger Menschen und andererseits der an einer Ausbildung in Deutschland interessierten Jugendlichen herauszuarbeiten und besser zu verstehen. Die Zusammenführung der Jugendlichen und Ausbilder soll wieder durch die Durchführung einer Olympiade und der internationalen Workshops stattfinden.

Die Jugendolympiaden

Die Jugendolympiaden finden jedes Jahr unter einem anderen Motto statt, zu dem durch die teilnehmenden Teams ein Beitrag erarbeitet wird. Während der olympischen Woche kommen alle Teilnehmer zusammen. Zentrale Aktivitäten sind in jedem Jahr der Europäische Jugendkongress, der Besuch von Unternehmen und natürlich die Auswertung des Wettbewerbs.

Olympiade 2012

Unter dem Motto „Früher war alles besser-stimmt das?“ haben sich die Jugendlichen mit der Arbeitswelt von heute und gestern auseinandergesetzt, vor allem im Hinblick auf die neuen Möglichkeiten, die ihnen ein vereintes Europa bietet.

Die Gewinner des Jahres 2012

  1. Platz: Deutschland, Kjellberg-Gruppe Finsterwalde
  2. Platz: Portugal, AEVA – Escola Profissional de Aveiro
  3. Platz: Niederlande, Stichting Surplus, Enschede

Einige Beiträge und Filme der Olympiaden finden Sie auf unserem Youtube-Kanal: http://www.youtube.com/user/EEPLGmbH1

Olympiade 2013

In diesem Jahr sollten sich die Auszubildenden mit den Pros und Contras der Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt auseinandersetzen, sich also Gedanken machen wie es wäre in einem anderen Land zu arbeiten oder eine Ausbildung zu beginnen.

Die Gewinner des Jahres 2013

  1. Platz: Portugal, AEVA – Escola Profissional de Aveiro
  2. Platz: Griechenland, Gerakas Art High School, Athen und General Lyceum of Lavrio
  3. Platz: Deutschland, CampusSchule Lausitz

Olympiade 2014

Da Deutschland in letzter Zeit verstärkt um Auszubildende aus der EU wirbt, wurde das in diesem Jahr zum Thema gemacht. Die deutschen Jugendlichen sollten sich damit auseinandersetzen, wie man ausländische Auszubildende so empfangen kann, dass ihnen der Start erleichtert wird, aber auch wie sie sich schon in ihrem Heimatland auf das Abenteuer Deutschland vorbereiten können und sollten. Die anderen europäischen Teilnehmerländer hatten zur Aufgabe, darzustellen wie sie in anderen Ländern empfangen werden wollen und wie sie sich darauf vorbereiten würden. Wir hoffen damit, deutschen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, durch die Augen potentieller ausländischer Auszubildender zu sehen. So können sie  ihr Angebot attraktiver zu gestalten.

Die Gewinner des Jahres 2014

  1. Platz: Österreich, BFI – Berufsförderungsinstitut Oberösterreich
  2. Platz: Schweden, Slottegymnasiet, Ljusdals Kommun
  3. Platz: Griechenland, Gerakas Art High School, Athen und General Lyceum of Lavrio

Internationale Workshops

Während des Projektes finden 5 Workshops statt. Dabei tauschen sich Teilnehmer aus allen am Projekt beteiligten Ländern zum Thema Vorbereitung auf den Europäischen Arbeitsmarkt während der Ausbildung aus. Aus den Ergebnissen der Workshops soll am Ende ein Lernkonzept für die Vermittlung interkultureller und sprachlicher Kompetenzen zur Vorbereitung von jungen Menschen auf die Mobilitätsansprüche des Europäischen Arbeitsmarktes entstehen.
Der erste Workshop dieser Reihe fand während des Olympischen Dorfes 2012 statt. Durch die guten Diskussionsvorlagen der Trainer und Beiträge der Teilnehmer konnte der Grundstein für die Arbeit am Lernkonzept gelegt werden. Lernkonzept
Zuerst galt es die Schul- und Ausbildungssysteme der verschiedenen Teilnehmerländer zu verstehen, wobei deren Vor- und Nachteile herausgestellt wurden, um Anknüpfungspunkte für das Lernkonzept zu finden. Im weiteren Verlauf wurden best practice Beispiele aus allen Ländern zusammengestellt. Immer wieder wurden dabei Sprachkenntnisse als Kernkompetenz identifiziert. Als nächsten Schritt haben die teilnehmenden internationalen Lehrkräfte in ihrer jeweiligen Schule Methoden getestet, wie man den Schülern diese am besten vermittelt. Die Ergebnisse wurden den anderen Teilnehmern aus pädagogischer Sicht vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Das Lernkonzept für die Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen und softskills in der beruflichen Ausbildung ist fertiggestellt und wird derzeit durch ein Kompendium ergänzt, dass sich mit hemmenden und fördernden Faktoren der Mobilität von Auszubildenden und der Verbesserung der Rahmenbedingungen  hierfür beschäftigt.