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EDUCATED Industriefertiger 2.0

 

Laufzeit:  01.02.2014 – 31.03.2015

Hintergrund und Zielstellung:

In den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz gehört die Metall- und Elekroindustrie zu den wenigen Wirtschaftsbereichen mit kontinuierlichem Wachstum. Damit das so bleibt, müssen qualifizierte Fachkräfte stetig verfügbar sein. Das ist durch die absolut zurückgehenden Schulabgängerzahlen gefährdet, wie durch teilweise unzureichende Ausbildungsreife von potenziellen Bewerbern.

Das Projekt wendet sich deshalb der Frage zu, wie junge Menschen aus der Region beim Übergang in Ausbildung und bei der Ausbildung entsprechend ihrem jeweiligen Leistungsniveau unterstützt werden können und erfolgreich einen Berufsabschluss erreichen.

Durch die Anwendung eines stärkenorientierten Kompetenzermittlungssystems in der Berufsorientierungsphase der Sekundarstufe 1, hier in der Oberschule Finsterwalde, soll den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Stärken und Ressourcen frühzeitig kennen zu lernen und geeignet zu nutzen. Anregungen für das stärkenorientierte Kompetenzentwicklungssystem kommen vom erfahrenen Partner aus Österreich.

Für die Ausbildungsphase werden gute Erfahrungen des Trägers aus der Entwicklung der modularen Ausbildung zum Industriefertiger (Metall) im Projekt aufgegriffen, um weitere Module im Bereich Metall/Elektro zum Industriefertiger 2.0 zu erarbeiten. Die outcomeorientierte Beschreibung der Module ermöglicht es, eine Zuordnung der Ausbildung zum Industriefertiger 2.0 zum Deutschen Qualifizierungsrahmen zu vollziehen und damit die  Vergleichbarkeit national und international herzustellen zu können. Schwedische Erfahrungen öffnen den Blick für ein flexibles und weitgehend durchgängiges Ausbildungssystem und in Polen wird von der fortgeschrittenen Praxis in der Arbeit mit dem nationalen Qualifikationsrahmen gelernt.

Erwartete arbeitspolitische Effekte:

Durch die modulare Struktur in Verbindung mit der Entwicklung individueller Unterstützungssysteme werden die Berufsbildungsreife und der Berufseinstieg Jugendlicher und junger Erwachsener mit Leistungsdefiziten erleichtert und Ausbildungsabbrüche verhindert. Der Bedarf an Fachkräften kann in der Region Elbe-Elster in der Metall- und Elektroindustrie abgedeckt werden. Über die Region hinaus wird ein Beispiel für die Zusammenarbeit von Schule, Wirtschaft und Berufsausbildung für mehr Flexibilität und Durchlässigkeit in der Berufsbildung gegeben. Die modulare Teilausbildung kann nicht nur Beiträge zu den Branchenkompetenzfeldern „Energiewirtschaft/Energietechnologie“ und „Metallerzeugung, Be- und Verarbeitung/Mechatronik“ leisten, sondern auch den Fachkräftebedarf in anderen Regionen und Branchenkompetenzfeldern decken helfen.

 

Projektpartner in der Region:

Oscar-Kjellberg Oberschule Finsterwalde

Tyroller Hydraulik Herzberg GmbH (und weitere Unternehmen der Metallbranche in Südbrandenburg)

Internationale Partner:

Arbeiterkammer Tirol, Innsbruck

Alexandra Klein, Innsbruck – freie Beraterin, Trainerin, Coach – Expertin Kompetenzwerkstatt

Akademia Przedsiebiorczosci, Polen

Kommune Söderhamn, Centrum för flexibelt lärande,  Schweden

Multitude AB, Gävle, Schweden